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Fünf neue Windräder bei Pollenfeld

Auf dem Gebiet der Gemeinde Pollenfeld soll südöstlich des Ortes Pollenfeld in einem großen Waldgebiet ein neuer Windpark mit fünf Windenergieanlagen (WEA) entstehen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Pollenfeld gab hierzu Andreas Scharf von der Firma Primus Energie erste Informationen an das Gremium. Eines der Windräder erbringt nach Angaben des Firmenvertreters bei den hiesigen Windverhältnissen bis zu 15 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, was dem Stromverbrauch von etwa 4.300 Haushalten entspricht. Wie der Vertreter des Konsortiums, das aus den Bayerischen Staatsforsten und den Firmen Primus Energie, Vattenfall und Bayernoil besteht, soll die durch die Windräder gewonnene Energie hauptsächlich dazu genutzt werden, regenerativen Wasserstoff zu erzeugen, um die bayerische Wirtschaft damit zu versorgen. Daher firmieren die Initiatoren auch unter dem Projektnamen „BayH2“. Wie Scharf weiter erläuterte werden die fünf Windräder eine Anlagengesamthöhe von 200 Metern bei einem Rotordurchmesser von 162 Metern haben, da die Naturparkverordnung des Naturparks Altmühltal momentan höhere Anlagen nicht zulässt. Drei der Anlagen halten die 10 H-Regelung ein. Zur optischen Wirkung hatte der Vortragende Fotos zur Visualisierung mitgebracht, die aufgenommen von verschiedenen Standorten, die Sichtbarkeit der Windräder im Gelände zeigen sollten. Hier kamen von einigen Räten, aber auch von Zuhörern der Sitzung, denen Bürgermeister Wolfgang Wechsler das Wort erteilt hatte, Einwände, dass die Aufnahmepunkte wohl nicht immer von den höchsten Standorten aufgenommen waren und daher nicht die tatsächliche Sichtbarkeit widerspiegeln würden. Hier wird die Firma Primus noch einmal nacharbeiten und weitere Bilder liefern. Drei der fünf WEA`s sollen auf dem Waldgebiet der Eyb’schen Heilig-Geist-Spital-Stiftung Eichstätt in der Gemarkung Pollenfeld stehen. Wie Scharf mitteilte, ist mit dem Eigentümer bereits ein Pachtvertrag abgeschlossen. Im Weiteren erläuterte Scharf die Vorteile dieses Projektes für die Standortgemeinden, die im Wesentlichen aus zugesicherten Einnahmen aus einer Kommunalabgabe in Höhe von 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde und der Gewerbesteuer bestehen würden. Zudem sind Beteiligungen für die Standortkommunen oder lokale Energiegenossenschaften an den WEA`s möglich. Außerdem würden die Betreiber in der Gemeinde Ladeinfrastruktur für Elektromobilität auf eigene Kosten installieren und betreiben. Wie Bürgermeister Wechsler feststellte, wird die Gemeinde auf die Verwirklichung des Projektes wenig Einfluss haben, insbesondere da vor einigen Tagen mit Kabinettsbeschluss der Bayerischen Staatsregierung, im Hinblick auf den verstärken Ausbau der erneuerbaren Energien, die Bayerische Bauordnung geändert wurde und es bei Standorten in Waldgebieten geplante Sonderregelungen zu den Mindestabständen zur Wohnbebauung geben werde. Nach den Vorplanungen soll es zu einer städtebaulichen Vereinbarung zwischen Betreiber und der Gemeinde kommen. Wenn die Bauleitplanung, die notwendigen Gutachten und das Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz ohne größere Probleme verlaufen, könnte der Anlagenbau und die Inbetriebnahme im Jahr 2025 erfolgen.
Aus der Sitzung:
Jahresrechnung 2020: Nach der örtlichen Prüfung durch den Prüfungsausschuss wurde die der Jahresrechnung 2020 mit den vom Bürgermeister Wechsler vorgetragenen Zahlen vom Gemeinderat festgestellt und der Bürgermeister durch einstimmigen Beschluss entlastet.
Bauantrag: Der Gemeinderat erteilte für einen Bauantrag zur Errichtung eines Terrassendaches in der Pfarrer-Lederer-Straße in Preith hinsichtlich der Dachform und der Art der Bedachung eine Befreiung von den Festlegungen des Bebauungsplans. 
Auftragsvergabe: Für die Freiwillige Feuerwehr Sornhüll wird eine neue Tragkraftspritze angeschafft. Das Gremium erteilte den Beschaffungsauftrag in Höhe von knapp 16.500 Euro.
 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 30. Juni 2022

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