Leben mit Kindern in Zeiten von Corona

29. April 2020 : Professionelle Unterstützung für Familien im Rahmen von Sprechstunden

Nachdem sich viele Familien in den ersten Wochen der Coronakrise bereits neu organisiert haben, heißt es nun noch einmal Durchhalten und manchmal auch neue Wege finden.

Kindergartenkinder und Schüler/innen die nicht kurz davor sind ihren Abschluss zu machen, müssen auch weiterhin daheim bleiben und von ihren Eltern unterhalten und beschult werden. Eltern wechseln im Moment also zwischen arbeiten (oft von zu Hause aus), erziehen, unterrichten, trösten sowie versorgen hin und her. Zeit für die eigenen Sorgen, Ängste, Partnerschaft oder Erholung kommen da oft zu kurz.

Viele fragen sich: „Wie kann das die kommenden Wochen gelingen?“. Durch die Enge und Nähe sowie dem Mangel an Ausweichmöglichkeiten, entflammen Streitereien oft noch schneller als sonst. Was kann man tun, um die Nerven zu behalten? Manchmal hilft es sich zu erinnern, was früher schon funktioniert hat: „Was tat mir gut?“ Vielleicht ein Spaziergang, ein Buch lesen, eine Freundin oder Freund sehen (auch gut per Videoanruf möglich)? Denn erst wenn wir wieder entspannt sind, können wir auch mit der nötigen Geduld auf unsere Familie reagieren. Ein kurzer Abstand kann hier Wunder wirken.  

Viele Kinder müssen sich jetzt an einer neuen Tagesstruktur orientieren. Dabei ist es wichtig, dass sie weiterhin feste Zeiten zum Spielen, Essen und vor allem Lernen haben. Ein Wochenplan für die schulischen Aufgaben, der sich zum Beispiel am Stundenplan orientiert, kann eine gute Orientierung bieten. Wenn sich auf einmal fast das gesamte Leben ändert, und das ist aktuell für viele der Fall, benötigen gerade Kinder und Jugendliche Sicherheit. Diese können wir Ihnen durch einen strukturierten Alltag und wiederkehrende Rituale vermitteln. Gerade für Jugendliche ist der eingeschränkte Kontakt zu Gleichaltrigen oft nur sehr schwer zu ertragen, kann aber gut über Telefon, Video und Chats ausgeglichen werden. Kinder tun sich mit diesen Medien meist deutlich schwerer und brauchen noch ein direktes Gegenüber. Viele Familien entdecken in dieser Zeit das gemeinsame Spiel wieder für sich. Von Brettspielen, über Bewegungsspiele, bis hin zum kreativen Höhlen bauen und gemeinsamen Basteln kann alles die aktuelle Situation angenehmer machen. So vergessen nicht nur Kinder die Zeit, sondern oft auch wir Erwachsenen und leben wieder mitten im Moment.

Manchmal jedoch finden Familien keine Lösungen die funktionieren, Streit entflammt immer öfter, Kinder ziehen sich zurück, kapseln sich regelrecht ab und rutschen beispielweise in eine Depression. Auch können die vielen Berichte und Bilder in den Nachrichten, die eingeführte Maskenpflicht und die unsichtbare Bedrohung durch das Virus Ängste auslösen und man mag nicht einmal mehr das Haus verlassen.

In solchen und vielen anderen Situationen, kann es hilfreich sein, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Psychotherapeuten/innen für Kinder- und Jugendliche (bis 21 Jahre), können Familien in ihrer Praxis eine schnelle und unkomplizierte Hilfe im Rahmen der Sprechstunde anbieten. Viele Therapeuten nutzen bereits die Möglichkeit einer Videosprechstunde. Sie können dafür jederzeit und ohne Überweisung durch den Hausarzt einen ersten Termin vereinbaren. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Gerade in dieser Zeit zeigen sich die Stärken unserer Gesellschaft. Zusammenhalt ist wichtiger denn je und gemeinsam können wir auch diese Krise meistern.

 

Sebastian Amler

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
Hafnerweg 3
85131 Pollenfeld

 

www.psychotherapie-amler.de

psychotherapie@sebastian-amler.de

Mobil: 0151/ 64400327

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