Kein Fernwärmenetz in Preith

Zu große Entfernung möglicher Abnehmer machen Investition unrentabel - Franz Bauer scheidet aus Pollenfelder Gemeinderat aus

Franz Bauer aus Preith gehört nicht mehr dem Pollenfelder Gemeinderat an. Der erklärte Rücktritt des 53-jährigen CSU/ CW- Gemeinderatsmitgliedes wurde vom Gremium in der jüngsten Sitzung einstimmig angenommen. Sein Listennachfolger Willibald Ablaßmeier aus Seuversholz wird für ihn in das Gremium nachrücken. Der Gemeinderat stellte die Listennachfolge förmlich fest.

Das Projekt Fernwärmeversorgung im Ortsteil Preith wird nicht realisiert werden können. Dies teilte Diplom-Ingenieur Stefan Innerhofer, der die diesbezügliche Initiative federführend geleitet hatte, dem Gemeinderat mit. Dies erbrachte eine durchgeführte Bürgerbefragung bei der der Rücklauf von 72 Umfragebögen doch beachtlich war. 40 Befragte teilten mit, dass ihre Häuser mit Ölheizungen versorgt werden. Dies seien nach Überzeugung von Innerhofer die potentiellen Anschlussnehmer, die von einem Biomassefernwärmenetz profitieren würden. Allerdings ist die Streuung der realisierbaren Gebäude im Ort zu groß, da die Trassenlänge mindestens 1,9 Kilometer betragen würde. Das notwendige lange Fernwärmenetz verringert die Wirtschaftlichkeit und würde die Investition, die auf zirka eine Million Euro veranschlagt wurde, unrentabel machen. Auch sei nach den Worten Innerhofers wegen fehlender Netzauslastung kein Investitionszuschuss zu erwarten. Bei einem Anschluss eines Großverbrauchers würde sich die Angelegenheit anders darstellen, jedoch ist hier in Preith kein diesbezügliches Gebäude vorhanden oder in Aussicht. 

Dem Antrag des Malteser Hilfsdienstes e.V. Preith auf Förderung der Jugendarbeit wurde vom Gemeinderat zugestimmt. So erhalten die Malteser nach den Förderrichtlinien der Gemeinde für 26 Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr einen Zuschuss von 154 Euro. 

Für folgende Bauangelegenheiten wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt:

·        In der Hauptstraße in Pollenfeld wird nach Abbruch des vorhandenen Gebäudes ein Zweifamilienhaus mit Doppelgarage errichtet werden. Da das Haus aus zwei Wohneinheiten besteht, müssen auf dem Grundstück insgesamt drei Stellplätze vorhanden sein. Diese Vorgabe wird mit der geplanten Doppelgarage und einem einzelnen Stellplatz erfüllt.

·        Des Weiteren lag ein Bauantrag zur Errichtung eines Lagergebäudes Nähe Steigweg in Preith vor. Das Baugrundstück liegt im Außenbereich. Gemäß Baugesetzbuch können Bauvorhaben im Einzelfall zugelassen werden, wenn ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt. Im Flächennutzungsplan ist für das Grundstück ein Dorfgebiet dargestellt. Dort ist die vorgesehene forstwirtschaftliche Nutzung der Halle grundsätzlich zulässig.

·        Auf einem bestehenden Gebäude im Lerchenweg in Weigersdorf ist geplant, eine Dachgaube anzubringen. Da sich das Maß der baulichen Nutzung in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt, erteilte das Gremium sein Plazet.