Gemeinde Pollenfeld Gemeinde Pollenfeld
Denkmal in Seuversholz
Dorfplatz in Wachenzell
Gewerbeschau Luftbild
Aussegnungshalle in Preith
Andreasweg in Weigersdorf
Götzelshard
Dorfplatz in Preith
Gewerbegebiet Luftbild
Hirsche bei der Ziegelhütte in Seuversholz
Aussegnungshalle, Feuerwehr und Baufhof in Pollenfeld
Sornhüll

Haushalt der Gemeinde Pollenfeld einstimmig beschlossen

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Die geplanten Investitionen im Vermögenshaushalt in Höhe von 3,5 Millionen Euro sind gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert (minus 1,17 Mio. Euro), da die vorgesehenen großen Maßnahmen größtenteils erst ab dem nächsten Jahr kassenwirksam werden. Sie werden 2018 daher ohne Darlehensaufnahme möglich sein. Allerdings räumte Kämmerer Simon Diermeier ein, dass voraussichtlich knapp 70.000 Euro aus den Rücklagen entnommen werden müssen. Die Finanzplanung für das Jahr 2019 sieht nach Aussage des Kämmerers zum Ausgleich des Haushaltes jedoch eine Rücklagenentnahme von 1,2 Mio. Euro und eine Darlehensaufnahme von nicht ganz 1,9 Mio. Euro vor. Dies ist den geplanten hohen Investitionsausgaben, unter anderem für die Sanierung der Kläranlage Preith, der Erschließung von weiteren Wohnbauflächen, der Erweiterung des Gewerbegebietes Preith und den Dorferneuerungen in Weigerdorf und Sornhüll geschuldet, die teilweise bereits heuer zu Buche schlagen. Allerdings gab Diermeier gleichzeitig Entwarnung, da 2020 und 2021 aufgrund der guten steuerlichen Einnahmeentwicklung sowie dem erwarteten verstärken Verkauf von Wohn- und Gewerbegrundstücken wieder rechnerische Zuführungen an die Rücklagen in Höhe von insgesamt 6,5 Mio. Euro veranschlagt sind.

Der Verwaltungshaushalt mit 4,63 Millionen Euro erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 262.000 Euro. Hier ist in den letzten Jahren eine kontinuierliche Steigerung zu verzeichnen. Laut Kämmerer entwickelt sich die Finanzkraft der Gemeinde in Bezug auf Steuern, Zuschüsse und Umlagen weiter positiv. Bei den Schlüsselzuweisungen ist für 2018 mit 668.850 Euro eine Steigerung um 70.000 Euro zu erwarten. Den größten Einnahmeposten stellt der Einkommensteueranteil mit 1,7 Millionen Euro dar. Die Einnahmen für die Grundsteuer A und B bleiben bei unveränderten Hebesätzen von 350 von Hundert mit zusammen 254.000 Euro relativ konstant. Die Gewerbesteuereinnahmen wurden mit 826.000 Euro vorsichtig geschätzt. Eine weitere Neuansiedlung von Gewerbe mit der Erweiterung des Gewerbegebiets Zachenäcker in Preith, lässt nach Einschätzung des Kämmerers künftig eine weitere positive Einnahmeentwicklung erwarten. Mit über 1,2 Million Euro stellt die Kreisumlage den Löwenanteil bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts dar. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Eichstätt steigt nur marginal auf 256.150 € (Vorjahr: 255.600 Euro).  Die Gewerbesteuerumlage ist mit 188.600 Euro veranschlagt. Für das Jahr 2018 können 735.900 Euro vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt zugeführt werden. Auch in der Finanzplanung bis 2021 sind Zuführungen (2019: 568.300 Euro, 2020: 712.450 €, 2021: 702.200 Euro) vorgesehen.

Auf Antrag eines Gemeinderates stand eine Aussprache über die künftige Nutzung einiger gemeindlicher Immobilien auf der Agenda. Hier wurden verschiedene Möglichkeiten ausgelotet, wobei keine endgültigen Entscheidungen gefällt wurden. Das „Malteserhaus“ in Preith ist noch bis Ende Februar 2019 als Asylunterkunft an den Freistaat Bayern vermietet. Danach haben die Malteser eine künftige Nutzung angefragt. Auch die teilweise Nutzung als gemeindeeigene Wohnung muss in Betracht gezogen werden. Auch im ehemaligen Schulhaus in Wachenzell leben bis Ende 2018 noch Asylbewerber. Das weitere Vorgehen wird eng mit der Thematik eines gewünschten Dorfgemeinschaftshauses in Wachenzell in Verbindung stehen. Ähnlich verhält es sich mit dem alten Schulhaus in Sornhüll. Nach dem Ablauf der Vermietung als dezentrale Unterkunft für Asylbewerber, die noch bis Ende Februar 2019 läuft, muss abgewartet werden, wie sich die Planungen für die Dorferneuerung in Sornhüll entwickeln. Das erworbene Anwesen „Ziegler“ in Pollenfeld ist sehr marode. Es wird darüber nachgedacht es abzureißen.

Das Thema Hundesteuersatzung stand zum wiederholten Male auf der Tagesordnung. Ein Gemeinderat hatte beantragt, diese zu überarbeiten. Es sollte angedacht werden, die Gebühren zu erhöhen, um mit den Mehreinnahmen Maßnahmen gegen das Problem Hundekot finanzieren zu können. Im Laufe der Diskussion konnte allerdings festgestellt werden, dass sich die Situation durch die bisherigen gemeindlichen Maßnahmen, wie die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und die kostenlose Ausgabe von Kotbeuteln, seit 2017 augenscheinlich bereits etwas verbessert hat. Die Anregung Hundetoiletten aufzustellen, wurde aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten in den sechs Ortsteilen verworfen. Man müsste die Behälter regelmäßig mit Beuteln befüllen und entleeren und sich auch noch um die Entsorgung als Sondermüll kümmern. Daher sei es sinnvoller weiterhin an die Vernunft der Hundebesitzer zu appellieren. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich, die Hundesteuersatzung nicht zu ändern und lehnte damit auch die Aufstellung von Hundetoiletten ab.

Bürgermeister Wolfgang Wechsler gab dem Gemeinderat zwei Schreiben des Bundestagsabgeordneten Reinhard Brandl sowie des Landratsamtes Eichstätt zur Kenntnis. An beide hatten sich Sornhüller Bürger, bezüglich eines gewünschten Radweges von Sornhüll nach Wachenzell gewandt (wir berichteten). Beide führen noch einmal aus, dass eine Förderung nur möglich wäre, wenn die Straße täglich mindestens 1.000 Fahrzeuge passieren würden. Auf besagter Strecke sind nach aktuellen Zählungen allerdings lediglich 554 Fahrzeuge unterwegs. Die Gemeinde müsste sich verpflichten den Eigenanteil zu übernehmen und den Grunderwerb zu tätigen. Zudem müsste die Änderung der Fördervoraussetzungen beantragt werden. Da dies aus Sicht der Gemeinde nicht durchführbar ist, ist der besagte Radwegebau zum jetzigen Zeitpunkt nicht realisierbar.

Erledigt hat sich auch ein Antrag eines Anwohners am Tittinger Weg in Pollenfeld, auf Asphaltierung der dortigen Feldwege. Da die Maßnahme im Rahmen der Erschließungsatzung abzurechnen wäre, sind 90 % der Kosten von den Anwohnern zu tragen. Dazu sind diese jedoch nicht bereit. Zugesagt wurde, die betroffenen Wege auf Kosten der Gemeinde auszubessern. Zudem darf der Antragsteller für seine Zufahrt auf dem gemeindlichen Weg Rasengittersteine verlegen.

Handlungsbedarf besteht aufgrund der enormen Probleme mit Kellerüberflutungen in einigen Straßenzügen im Ortsteil Preith, die bei den jüngsten Starkregenfällen aufgetreten sind. Der Bürgermeister wurde beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung diesbezüglich Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Im nichtöffentlichen Teil standen noch einige Vergaben auf dem Programm. Für den gemeindlichen Bauhof wird ein neuer Schneepflug über eine Firma in Wachenzell angeschafft. Für einen Teil des Wohn- und Gewerbegebietes Schlaggrub in Pollenfeld sowie das Wohngebiet Eichstätter Weg in Sornhüll wurden für die Abwasser- und verkehrstechnische Erschließungsplanung Verträge mit einem Ingenieurbüro aus Spalt abgeschlossen.

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