Gemeinde Pollenfeld Gemeinde Pollenfeld
Denkmal in Seuversholz
Dorfplatz in Wachenzell
Gewerbeschau Luftbild
Aussegnungshalle in Preith
Andreasweg in Weigersdorf
Götzelshard
Dorfplatz in Preith
Gewerbegebiet Luftbild
Hirsche bei der Ziegelhütte in Seuversholz
Aussegnungshalle, Feuerwehr und Baufhof in Pollenfeld
Sornhüll

Gebühren für Abwasser steigen

Gemeinderat stimmt neuer Satzung für Entwässerungseinrichtungen zu - Planung bis 2022

Pollenfeld (fsg) Die Verbrauchsgebühren für Abwasser in der Gemeinde Pollenfeld müssen für die Abrechnungseinheit Pollenfeld, Seuversholz, Wachenzell und Weigersdorf und auch für das Kanalnetz im Ortsteil Preith deutlich angehoben werden. Dies beschloss der Gemeinderat Pollenfeld in seiner letzten Sitzung einstimmig und beauftragte die Verwaltung jeweils neue Beitrags- und Gebührensatzungen für beide Entwässerungseinrichtungen zu erstellen. Kämmerer Simon Diermeier stellte dem Gremium die neue Gebührenkalkulation ausführlich vor. Der Kalkulationszeitraum beträgt acht Jahre und bezieht für die Vergangenheit die Jahre 2015 bis 2018 sowie die zu erwartenden Kosten für die Jahre bis 2022 ein. Wie Diermeier erklärte wurde die Leitungseinheit Pollenfeld in der Vergangenheit nicht kostendeckend betrieben, wodurch eine deutliche Unterdeckung der angefallenen Kosten zu verzeichnen war. Er erinnerte dabei an die Kanalsanierungen im Lohweg, in der Kirchstraße oder im Tittinger Weg in Pollenfeld. Für die Zukunft werden die zu erwartenden Kosten fortgeschrieben. Um die Einrichtung kostendeckend, wie es das Gesetz vorgibt, betreiben zu können, schlug der Kämmerer dem Gemeinderat zwei Varianten zur Entscheidung vor. Bei Modell 1 müsse die Grundgebühr 30 € betragen und die Verbrauchsgebühr auf 3,60 € pro Kubikmeter Abwasser erhöht werden, bei Modell 2 die Grundgebühr auf 60 € und der Kubikmeterpreis auf 3,30 €. Der Gemeinderat entschied sich für die Variante 2 mit der geringeren Einleitungsgebühr. Die Situation der Leitungseinheit Preith stellt sich ähnlich dar. Zwar steht hier für die letzten vier Kalkulationsjahre kein Defizit im Raum, doch die zu erwartenden Kosten für das Kanalsystem sind erheblich. Mit in die Kalkulation für die Zukunft sind auch 500.000 € eingeflossen, die die Sanierung der Kläranlage in Preith betreffen und bei der künftigen Abrechnung der Sanierung der Kläranlage nicht in die Beitragsberechnung mit einfließen. Für Preith wurde eine Verbrauchsgebühr von 3,40 € pro Kubikmeter bei einer Grundgebühr von 60 € beschlossen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte Heinrich Wägemann vom Ingenieurbüro Klos aus Spalt verschiedene Varianten einer Entwässerungsplanung für das geplante Baugebiet „Schlaggrub II“ in Pollenfeld vor. Grundsätzlich sollte nach seiner Planung das Oberflächenwasser Richtung Doline westlich des Baugebietes geleitet werden, an dem auch schon die Baugebiete Weigersdorfer Weg und Gänseggerten angeschlossen sind. Dies könnte ein weiteres Versickerungsbecken bei dieser Doline notwendig machen. In dem künftigen Baugebiet befindet sich auch selbst eine Doline. Aus den Reihen des Gemeinderates kam der Vorschlag noch zu prüfen, inwieweit diese Doline zur Ableitung des Oberflächenwassers geeignet wäre.

Zum wiederholten Mal stand der Zustand des Kanals Preith in der Römerstraße und dem Birkenlohweg auf der Tagesordnung. Bei den letzten Starkregenfällen waren viele Keller durch Rückstau überflutet. Ingenieur Wägemann berichtete über die durchgeführte Videobefahrung des Kanalwerkes in diesem Bereich. Als Ergebnis der Untersuchung stellte der Fachmann fest, dass das Rohrsystem, teilweise aus den fünfziger Jahren, in einem sehr schlechten Zustand und auch zu gering dimensioniert sei. Außerdem stoßen viele Hausanschlüsse senkrecht auf den Hauptkanal, was maßgeblich für den Rückstau verantwortlich sei. Von einer Sanierung des alten Kanalwerks riet der Ingenieur ab. Notwendig sei nun eine Bestandsaufnahme des Kanals, anschließend eine nochmalige Kamerabefahrung und eine hydraulische Berechnung. Danach könne über die weitere Vorgehensweise entschieden werden.

Aus der Sitzung:

Der Musikverein Jura-Blaskapelle Pollenfeld und die Schützengesellschaft Jura-Alp Pollenfeld beantragten Zuschüsse aus der Richtlinie der Gemeinde zur Förderung der Jugendarbeit. Die Blaskapelle erhält für 92 Mitglieder bis zum achtzehnten Lebensjahr 464 Euro, der Schützenverein für 18 Jugendliche 122 Euro.

Für einen Bauantrag für ein Zweifamilienhaus in der Pfarrer-Lederer-Straße in Preith erteilte der Gemeinderat das Einvernehmen stimmte zwei beantragten Abweichungen vom Bebauungsplan zu. Der Bauherr kann einen Anbau mit Flachdach bauen und die Baugrenze überschreiten.

Ein weiterer Bauantrag auf Neubau einer Stapler- und Lieferwagengarage für einen Gewerbetrieb in der Kirchstraße in Pollenfeld wurde vom Gremium befürwortet.

 

Kategorien: Presse

Die Entwässerungsplanung des neuen Baugebietes Schlaggrub II im Süden von Pollenfeld war in der Sitzung vom 8.11.18 Thema im Gemeinderat Pollenfeld.
Pollenfeld Baugebiet Schlaggrub II